Wo Schienenlärm entsteht
Der größte Teil des Schienenlärms entsteht in der Kontaktfläche von Rad und Schiene: Rauheit auf Lauffläche und Schiene versetzt beide in Schwingung, und diese Schwingung wird als Schall abgestrahlt. In engen Bögen kommt Kurvenquietschen hinzu. Und auf Brücken, in Tunneln und nahe empfindlichen Gebäuden spielt ein dritter Weg eine Rolle: Erschütterungen, die über Bauwerk und Boden weitergegeben werden, hörbar als Körperschall.
Die Mittel im Vergleich
- Schienenstegdämpfer. Abgestimmte Massedämpfer, am Schienensteg geklemmt, mindern breitbandiges Rollgeräusch an der Quelle und verlangsamen die Bildung von Schienenriffeln. Messungen auf unterschiedlichsten Strecken belegen eine mittlere Minderung von 2 – 6 dB(A).
- Radschallabsorber. Am Vollrad angebrachte Absorber senken das Rollgeräusch um bis zu 6 dB(A) und das Kurvenquietschen um bis zu 18 dB(A); auf getesteten Straßenbahnstrecken verschwindet das Kurvenquietschen vollständig.
- Leisere Bremssohlen. Verbundstoff-Bremssohlen vom Typ K und LL halten die Lauffläche des Rades glatter als Grauguss, das Rollgeräusch sinkt deutlich. Die Umrüstung auf leisere Bremssohlen ist ein günstigerer Lärmschutz als etwa Schallschutzwände.
- Schottermatten. Elastische Matten unter dem Schotterbett mindern Körperschall und Erschütterungen auf Brücken, in Tunneln und nahe empfindlichen Gebäuden und schützen zugleich das Bauwerk und den Schotter.
- Schallschutzwände. Wände setzen nicht an der Quelle an, sondern am Ausbreitungsweg. Örtlich können sie viel bewirken, doch Gleis und Fahrzeuge bleiben gleich laut; der Lärm ist noch da, nur abgeschirmt.
Quelle oder Weg: was sich wann lohnt
Eine Maßnahme an der Quelle wirkt überall dort, wo das Fahrzeug oder das Gleis hinkommt; eine Wand wirkt nur dort, wo sie steht. Welcher Ansatz passt, hängt von der dominierenden Quelle ab: Rollgeräusch verlangt glatte Laufflächen und Dämpfung an Schiene oder Rad, Kurvenquietschen Dämpfung am Rad, und Erschütterungen an Ingenieurbauwerken Elastizität unter dem Schotterbett. In der Praxis ist es oft eine Kombination, und es lohnt sich, zuerst zu messen, woher der Lärm kommt.
Wo wir dabei stehen
Kampa liefert Maßnahmen für jeden dieser Wege: VICON-AMSA-Schienenstegdämpfer und VICON-RASA-Radschallabsorber von Schrey & Veit, Verbundstoff-Bremssohlen und organische Bremsbeläge von Wabtec sowie Schottermatten und Gleiselastomere von Calenberg. Unsere Ingenieure beraten Sie dazu, welche Kombination zu Ihrer Situation passt.
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VICON-AMSA-Schienenstegdämpfer, am Schienensteg geklemmt.